Setzen Sie sich klare Karriereziele
Die richtige Karrierestrategie und klare Karriereziele als Basis des Erfolgs.

Für die richtige Karrierestrategie ist es daher entscheidend, sich zunächst über die eigenen Stärken und Kompetenzen klar zu werden (Selbstanalyse) und eine berufliche Standortbestimmung vorzunehmen, um daraus sinnvolle und realistische Ziele abzuleiten. Da Ihre berufliche Zielsetzung immer auch erheblichen Einfluss auf Ihr Privatleben haben wird, sollten Sie immer auch Ihre Familie, Ihren Ehepartner oder Lebensgefährten in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.
Die Gestaltung des eigenen Karrierewegs sollte von vornherein Fehler, die im Nachhinein zu kritischen Fragen führen, vermeiden. Wer zu oft wechselt, dem wird gerne mangelndes Stehvermögen und mangelnde Loyalität unterstellt. Wer auch nach zehn Jahren noch bei derselben Firma ist, gilt schnell als unflexibel. Zu häufige Branchenwechsel sprechen von Orientierungslosigkeit, legen aber auch Zeugnis einer ausgeprägten Lernbereitschaft ab.
Die eigene Wechselbereitschaft etwa hängt im starken Maße von der Chemie mit dem derzeitigen Chef und den internen Entwicklungsmöglichkeiten ab. Der nächste Job kann durch den Zufall eines Headhunteranrufs bestimmt werden... Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist, sich nicht durch Zufälle treiben zu lassen, sondern einen eigenen “roten Faden” zu verfolgen - allerdings ohne dabei die Augen vor sich evtl. bietenden einmaligen Gelegenheiten zu verschließen. Denn die Karriereentwicklung ist immer auch ein Stück weit von Glück und Zufall abhängig.
Grundregel Nummer eins für die Bewerbung von Führungskräften ist die gezielte Klärung Ihrer speziellen Ausgangsposition und daraus die perfekte Vorbereitung auf die Bewerbungssituation. Verdeutlichen Sie sich, dass jeder Schritt, jede Aktivität im Bewerbungsverfahren gleichzeitig eine Art Arbeitsprobe ist. Zunächst steht eine elementare Bestandsaufnahme, Ihre persönliche Standortbestimmung im Vordergrund mit Fragen wie:
Lassen Sie die Stationen Ihres Werdeganges Revue passieren und versuchen Sie zu verstehen, warum Sie sich an den einzelnen Stationen für einen bestimmten Weg oder eine bestimmte Richtung entschieden haben. Meist waren mit solchen Entscheidungen konkrete Erwartungen verknüpft, Erwartungen an Ihre Arbeitsinhalte, an Aufstiegsmöglichkeiten, Verantwortungsspielräume usw.. Einige dieser Erwartungen wurden wahrscheinlich erfüllt, andere nicht. Wie sind Sie damit umgegangen? Haben Sie sich arrangiert? Sind Sie andere Wege gegangen, um Ihre Erwartungen doch erfüllt zu sehen? Waren Ihre Erwartungen vielleicht überzogen?
Überlegen Sie, wie die Entscheidungen über Ihren Weg letztlich zu Stande gekommen sind. Waren sie die logische Konsequenz Ihres eigenen Roten Fadens, oder waren Sie eher zufallsgesteuert? Waren Ihnen die beruflichen Dinge wie Branche, Funktion und Ruf der Firma wichtig oder wollten Sie vor allem Ihren Freundeskreis behalten und nicht umziehen? Wollten Sie kurzfristig viel Geld verdienen und einen hohen Status erreichen oder ging es Ihnen um eine besonders spannende Aufgabe? Seien Sie hier mit sich selbst schonungslos und offen. Es geht hierbei um Ihr Leben und Ihre Zukunft. Wie Sie sich später auf dem Arbeitsmarkt darstellen, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Sicherlich haben Sie im Laufe Ihres Werdeganges zahlreiches Feedback zu Ihren persönlichen Stärken und Schwächen erhalten. Fassen Sie dieses Bild sowohl aus fremder als auch aus Ihrer eigenen Sicht zusammen. Ein gutes Gerüst kann Ihnen z.B. der Meyer Briggs Typentest oder der KARENT Strengthfinder geben. Typische Fragen, die Sie beantworten sollten: Sind sie eher analytisch? Genau? Strategisch? Entscheidungsstark? Arbeiten Sie gerne sehr unabhängig oder schätzen Sie klare Regeln...?
Um die Frage „Was will ich?“ zu beantworten, sollten Sie sich genügend Zeit nehmen. Ihr Ergebnis hilft Ihnen zielgerichtet einen neuen Arbeitgeber zu finden. Auf den ersten Blick scheint die Antwort leicht zu fallen. Bei genauerem Nachdenken werden Sie merken, dass Sie viel eher wissen, was Sie nicht wollen, als dass Sie positiv formulieren können, was Sie sich wünschen. Gewiss: Sie suchen einen Arbeitgeber, bei dem Sie nicht wieder auf die Probleme stoßen, die Ihnen an Ihrem jetzigen Arbeitsplatz zu schaffen machen. Überlegen Sie also, welche Bedingungen Ihnen absolut wichtig sind, worauf Sie verzichten könnten, zu welchen Kompromissen Sie bereit wären etc.
Wir selbst hemmen uns in einer solch wichtigen Situation in unseren Aktivitäten. Dabei geht es doch um so Wichtiges wie die Verwirklichung der individuellen beruflichen Identität. Bringen Sie die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Analysen auf den Punkt. Nehmen Sie nicht nur Ihren eigenen Realitätssinn zum Maßstab, sondern beziehen Sie auch andere Personen (Lebenspartner, Freunde, Bekannte) in Ihre Überlegungen ein (Networking). Vermeiden Sie die oft anzutreffende Haltung „Ich mache alles, damit ich nur schnell wieder einen Job bekomme...“. Mit dieser Haltung überzeugen Sie keinen potentiellen Arbeitgeber, denn die wollen Mitarbeiter:innen, die wissen, was Sie wollen und selbstbewusst auftreten.




